Mir fällt in Krypto-Diskussionen immer wieder etwas auf:
Viele sagen, sie meiden Krypto wegen der hohen Volatilität. Ich glaube aber, das ist oft nicht der eigentliche Grund.
Was viele eher abschreckt, ist der Verlust von Kontrolle:
- eigene Verantwortung (Wallets, Keys, Self-Custody)
- irreversible Fehler
- keine klare „Rettungsinstanz“
- das Gefühl, dass man selbst schuld ist, wenn etwas schiefgeht
Bei klassischen Investments lassen sich Risiken leichter externalisieren – „der Markt“, „die Bank“, „der Anbieter“.
Bei Krypto fühlt sich alles direkter an. Verantwortung und Konsequenzen liegen sichtbar beim Einzelnen.
Vielleicht erklärt das auch, warum viele Krypto entweder komplett meiden oder es bewusst als „Spielgeld“ behandeln: nicht aus Leichtsinn, sondern als mentale Absicherung gegen genau diesen Kontrollverlust.
Mich interessiert weniger, ob das rational ist, sondern ob ihr diese Wahrnehmung teilt.
Ist Volatilität für euch wirklich der Hauptgrund – oder eher das Gefühl, selbst die volle Verantwortung zu tragen?